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Corona-Immobilien-Index wird Langzeitprojekt

Die Situation auf deutschen Projektbaustellen hat sich nach dem ersten Schock des Lockdowns beruhigt, die Auswirkungen der Coronakrise haben sich auf niedrigem Niveau eingependelt. Die Immobilienwirtschaft hat sich bis hierhin als erfreulich stabil erwiesen. Allerdings ist es zu früh, das Ende der Coronakrise auszurufen. Experten sind sich sicher, dass die langfristigen negativen Marktimpulse sich mit Verzögerung auch auf die Immobilienwirtschaft auswirken werden. Von der kurzfristigen Lösung der ersten Probleme geht es nun um die Neuausrichtung der Branche.


Der Corona-Immobilien-Index soll diese Langzeitauswirkungen abbilden und wird daher ab sofort auf monatlicher Basis erhoben. Die Auswertung wird neben den Aspekten Personalsituation und Materialversorgung um weitere Bereiche ergänzt. Zum Beispiel soll die Auswirkung der Coronakrise auf Investorenverhalten und Transaktionen gemessen werden.


Moritz Koppe, Geschäftsführer emproc SYS und Initiator des Corona-Immobilien-Index: „Der Corona-Immobilien-Index in seiner ursprünglichen Form war das passende Tool, um in der heißen Corona-Anfangsphase sehr aktuell die Auswirkungen zu messen. Nun beobachten wir, dass die Anfangsschwierigkeiten gemeistert wurden. Die Immobilienwirtschaft hat sich arrangiert, daher verschieben wir den Fokus nun auf die langfristigen Auswirkungen der Coronakrise.“


Die Umfrage wird künftig im monatlichen Rhythmus durchgeführt, die Ergebnisse werden zusammengefasst als Monatsreport veröffentlicht.


Stefan Stenzel, Associate Director bei Cushman & Wakefield und Initiator des Corona-Immobilien-Index ergänzt: „Der Corona Immobilien-Index war zu Beginn sicherlich ein Experiment, welches aber sehr deutlich und präzise die Phasen der Krise abgebildet hat. Zuerst der Schock, dann eine Orientierungsphase, die sich nun in eine neue Normalität gewandelt hat. Viele der Akteure haben besonnen und kreativ reagiert. Nun ist es an der Zeit, wie bei einem guten Monitoring, die Frequenz anzupassen aber die Entwicklung am Markt keinesfalls aus den Augen zu verlieren. Dazu ist die Lage immer noch zu fragil.“

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